taz wird 30 – Relaunch, Wochenendausgabe und neue Zielgruppe
Die taz wird 30 Jahre alt. Im Deutschen Herbst am 17. April 1979 erschien die erste Ausgabe. Genauso wie bei der Erstausgabe wird es auch zum Jubiläum einen Kongress geben: Tu was! – Freiheit und Utopie. Passend dazu erscheint am Samstag, 18. April die taz im neuen Layout, z.B. mit ab sofort inversen Zeitungskopf (weiß auf rot, statt rot auf weiß) – des Weiteren gibts an diesem Tag das erste Mal die neue Wochenendausgabe sonntaz. Die sonntaz soll sich in die drei Bereiche Politik/Gesellschaft, Kultur/Medien und Konsum gliedern und einen Umfang von 20 Seiten haben.
Laut stellv Chefredakteur Peter Unfried im kressreport möchte die taz sich auch ingesamt vollkommen neu positionieren: weg vom Image des “links-alternativen” Szeneblättchens hinein in die “bürgerliche Gesellschaft”. Unfried erklärt etwas Tagesspiegel-Leser als (neue? alte?) Zielgruppe. Mit dieser Neuorientierung will die taz die rückläufigen Kioskverkaufszahlen neu pushen.
Was mich an der taz und deren Strategie eigentlich immer gewundert hat, warum diese Redaktion das Potenzial des Internets gerade für die taz selber noch nicht erkannt hat. Wenn eine Zeitung in Deutschland eine Fangruppe – auch online – hat, dann ist es die taz. Nicht zuletzt aufgrund des innovativen Genossenschafts-Modells mit dem die taz geführt und finanziert wird. Die “Online-Strategie” der taz ist aber noch mehr als ausbaufähig.
