Social Commerce Forum
EinfachNachhaltig war letzte Woche auf dem Social Commerce Forum in Bad Hamburg zu Gast. Eine Menge interessanter Startups und anderer Unternehmen sitzen hier und wollen mehr über “Social Commerce” in Kombination mit “Fashion” lernen oder erzählen. Für mich ganz persönlich ist interessant, dass viele Konzepte auf der einen Seite den Nutzer ganz stark oder fast ausschließlich in die Contenterstellung und “das Leben” auf der Seite einbinden (wollen) – selber als Gründer oder “Manager” dahinter aber nicht auf der Seite in Erscheinung treten. Für mich ist immer ein wenig schwer zu verstehen, wie man auf der einen Seite ein “soziales Geschäftsmodell” auf den Weg bringen will, aber gleichzeitig von sich selbst als Person nichts Preis gibt. Vielleicht bin ich aber auch einfach zu naiv für diese Welt – es funktioniert ja genau so sehr gut: Die Besucher, Nutzer oder Kunden erstellen die Inhalte und die Unternehmen dahinter profitieren wirtschaftlich davon. Nutzer identifizieren sich mit Plattformen, obwohl diese nichts “Persönliches” zurückgeben, was über redaktionellen Content eines Praktikanten hinaus geht.
Gut, ich selber bin jetzt sicherlich auch kein Twitter-, Blog-, “Social Media”-Held, der alles von seiner Person veröffentlicht. Ich denke hier muss ich noch viel lernen. Allerdings nehme ich schon für mich und EinfachNachhaltig in Anspruch, dass wir zumindest die Hintergründe zu unserer Vision, die uns antreibt und wo wir mit dem “Startup” hin wollen im Blog und im Shop erläutern und versuchen deutlich zu machen, und dies auch zur Diskussion stellen (und uns damit auch angreifbar machen).
Schauen wir uns mal ein “Social Commerce”-Startup als Beispiel an:
Stylefruits
Ein Auszug aus der Über Uns-Spalte:
“Hinter stylefruits.de steht eine eingespielte Mannschaft bestehend aus den Gründern Ingo Heinrich, Michael Vietze und Mathias Ziegler sowie weiteren begeisterten Internet- und Modefans. Vom Münchner Büro aus entwickelt das Team stylefruits.de weiter, betreut die stylefruits-Community, schreibt für das stylefruits-Magazin und kümmert sich darum, das Online-Mode-Erlebnis für seine Userinnen jeden Tag noch ein bisschen besser zu gestalten.”
Das wars, die “Gründer” nennen sich selber laut XING-Profilen “Führungskraft”, “Angestellter” und “Angestellter”. (OK, hier habe ich wahrscheinlich wieder eine zu sozialromatische Einstellung vom “Unternehmer-Typ”, nach dem Motto “proud to be” …).
Mit dieser Aufstellung möchte ich eigentlich nicht die rezensierten Startups und Personen “angreifen”, sondern wenn überhaupt schon eher uns alle als Konsumenten… . Warum machen wir die Arbeit für Plattformen, die nicht über einen Dreizeiler bei der Vision hinauskommen? Wollen wir nicht mehr? Brauchen wir nicht mehr? Ist die Vision dahinter vielleicht auch (relativ) unwichtig?

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