Auf dem Weg zu Kopenhagen fragen sich viele Unternehmer und Unternehmen, ob die Beschlüsse in Kopenhagen ihnen eher nützen oder schaden. Ein paar Branchen hoffen auch komplett ungeschoren davon zu kommen. Meiner Meinung nach werden über kurz oder lang alle Branchen mit Vorgaben für den Klimaschutz konfrontiert werden – ebenso wie alle Menschen mit den Auswirkungen des Klimawandels umgehen müssen. Jedes Unternehmen muss selber entscheiden, ob es diese Transformation in einen Gewinn oder einen Verlust ummünzt.
Den Aktiven ermöglicht der Klimaschutz mit innovativen Massnahmen das Unternehmen schnell an die neuen Anforderungen auszurichten. Dieser Ansatz kann zu deutlichen Wettbewerbsvorteilen führen und somit die eigene Marktposition stärken. In anderen Branchen hört man bereits “Heulen und Zähneklappern”: Chemie, Logistik, Speditionen und Flugverkehr. Umweltregulatorische Eingriffe verändern hier nicht nur Rahmenbedingungen des Wettbewerbs sondern beinflussen den Kern der Business Models. Gerade die vorgenannten Branchen werden auch zukünftig nicht auf CO2-Emissionen verzichten können. Daher steht hier mit Sicherheit eine umwälzende Effizienzrevolution bevor! Die Notwendigkeit dramatischer Effizienzsteigerungen ermöglicht natürlich gerade “kreativen Zerstörern” in diese Märkte einzutreten bzw. innovativen Technologiestartups sich als “Change Agent” zu etablieren.
Die regulatorischen Anforderungen aufgrund des Klimaschutzes werden somit ein neues Element in der Wettbewerbssituation auf den Weltmärkten sein. Trotz der aufgrund der Finanzkrise zurückgeschraubten Investitionen in Green- und Cleantech, ist der Megatrend des “grünen Wirtschaftswunders” intakt.


23/03/2010 @ 14:15
Hallo,
ich kann zwar verstehen, dass jeder erstmal an das eigene Unternehmen denkt – allerdings früher oder später bringt Umweltschutz doch aufjedenfall jedem etwas. Was bringt gedrucktes Geld, wenn tausend Menschen sich ein neues Zuhause suchen müssen?
Was sind Millionen gegenüber einigen tausend toten bei Umweltkatastrophen?
Gruß Simon
24/04/2010 @ 09:38
Muss mich da in gewisser Weise Simon anschließen, das frustrierende ist einfach das dieser Payback noch nicht bei unserer Generation eintreten wird, demnach der Missmut.
Liebe Grüße,
Maxime