Fliegen belastet das Klima. Die Klimabelastung durch ein Flugzeug ist pro Passagier gerechnet bis zu fünfmal so hoch wie bei einem ICE. „Das Fliegen trägt in Summe circa 10 Prozent zur globalen Erderwärmung bei“, so Dr. Dietrich Brockhagen, Leiter von atmosfair, einem Anbieter von Klimakompensation.
Nichts desto trotz gehört das Fliegen für viele sowohl zum beruflichen wie privaten Leben dazu. Wer als bewusster Konsument via Flugzeug unterwegs ist, möchte häufig zumindest die Schäden, die er verursacht, begrenzen oder ausgleichen. Dazu gibt es so genannte Klimakompensationsanbieter. Das Prinzip ist einfach: Mittels eines Emissionsrechners auf der Website des Anbieters lässt sich anhand der Flugdaten ausrechnen, wie viele klimaschädliche Gase entstehen. Dafür zahlt der Kunde dann einen Betrag, der vom Anbieter in Klimaschutzprojekte investiert wird. Diese führen dazu, dass genau die verursachte Menge CO2 an anderer Stelle auf der Erde eingespart wird.
Auswahl des richtigen Klimaschutzkompensationsanbieters
Es gibt mittlerweile mehr als ein Dutzend unterschiedliche Anbieter für Klimakompensation in Deutschland. Welcher ist der Beste?
In Empfehlungen von den Verbraucherschutzverbänden, Greenpeace und wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen geht immer wieder Atmosfair als Testsieger hervor. Zwei Kriterien sind bei der Beurteilung des besten Anbieters meiner Meinung nach besonders relevant:
- Realitätsnahe Berechnung des Klimaschadens des Fluges
- Qualität der Kompensation
Bei beiden Kriterien setzt sich Atmosfair laut dieser sehr lesenswerten Studie von Wettbewerbern ab. Zum Einen wird bei der Berechnung des Klimaschadens nicht nur der reine CO2-Ausstoß berechnet, sondern auch einbezogen, dass große Flughöhen durch Kondensstreifen zu einer 3-5x so hohen Klimabelastung führen. Bei der Qualität der Kompensationsprojekte setzt Atmosfair auf den CDM Gold Standard. Der von NGOs entwickelte Gold Standard legt strengere Kriterien an das Akkreditierungsverfahren für eine CDM-Massnahme.
Verbesserungswürdige Kommunikation komplexer Sachverhalte
Ein Problem haben jedoch (noch) alle Anbieter: Wie man an den obigen Begriffen sieht, ist die ganze Materie noch stark erklärungsbedürftig und für den Laien intransparent. Die Kommunikation gegenüber den Kunden lässt sich auch bei Atmosfair noch zugänglicher gestalten. Ein Beispiel für eine solche gelungene Kommunikation komplexer Nachhaltigkeitsfakten ist immer noch „The Story of Stuff“.
Übrigens: Kritiker sehen solche Klimakompensation als modernen Ablasshandel an, bei dem man sich von seinen Sünden freikaufen kann. Richtig ist, dass Kompensation nur die zweitbeste Lösung ist: Vermeiden von schädlichen Wirkungen ist immer besser. Das gilt auch für das Fliegen.
International gehört myclimate.org zu den Qualitätsführern. Bei den Projekten geht es nicht nur um CO2 sondern, um nachhaltige Entwicklung. Kann ich nur empfehlen.
Nachhaltige Entwicklung ist aber immer so eine Sache. Am Ende geht es eben doch nur ums Geld und das ganze halte ich für Greenwashing. Entschleunigung ist das Zauberwort!!!
Entschleunigung ist tatsächlich ein Zauberwort! Für den aber, der aus verschiedenen Gründen fliegen MUSS, ist Klimakompensation eine Möglichkeit zur “Wiedergutmachung”. Gegen Greenwashing habe ich nichts einzuwenden, solange es der Umsetzung nachhaltiger Projekte dient.
[...] Climate (Das “Atmosfair” für Fahrzeugflotten: Kompensation von CO2-Emissionen verbunden mit einer [...]