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2,9 Liter auf 100 Kilometer – Gamification motiviert zum Spritsparen

Letzte Woche lernte ich auf Einladung von Ford auf den Eco-Driving-Days mit handelsüblichen Autos Benzin zu sparen und meinen Geldbeutel sowie die Umwelt zu entlasten. Bei dieser Rallye ging es um möglichst spritsparendes Autofahren. Gewinner ist, wer die Strecke von 50 km, gespickt mit steilen Anstiegen und Stadtverkehr mit dem geringsten Verbrauch durchfährt. Mit dabei war auch die Elektro-Rennfahrerin und Bloggerin Nicole, der Macher hinter Greenmotorsblog sowie Fabian von Cleanthinking.de.

Auf dem Rückweg saß ich mit José zusammen, Fahrlehrer aus Spanien. Er wurde als Multiplikator schon mehrfach in umweltschonender Fahrweise geschult. Er gibt sein Wissen an andere Fahrlehrer in Spanien weiter und diese wiederum in jedem einzelnen Fahrschulkurs an ihre Schüler. Dasselbe passiert übrigens auch in Deutschland. Die Ecowill Foundation und Ford haben so bereits nach eigenen Aussagen indirekt mehr als 17.000 Autofahrer alleine in Deutschland im umweltfreundlichen Autofahren trainiert.

Aus dem Spritsparen einen Wettkampf machen

Das Spannende war nun, dass José uns erzählte, wie er seine Fahrschüler zum Spritsparen motiviert. Er verwandelt das ganze in eine Challenge. Er lässt seine Schüler gegeneinander antreten und verlost kleine Preise für die besten Spritsparer. Auch er selbst setzt sich auf jeder Fahrt neue Ziele beim Benzinsparen und sieht das als sportlichen Anreiz. Toll! Sein persönliches Ziel: 2,9 Liter auf 100 km in einem alltäglichen Streckenverlauf mit Autobahn, Stadt und Landverkehr mit einem normalen Auto. Auf dieses Ziel trainiert er und versucht immer wieder kleine Tricks und Kniffe, um sich weiter zu verbessern.

Das ist meiner Meinung nach der Schlüssel zur Verbreitung von spritsparenden Fahren: Spielerisch den Spaß und die Wirkung erfahren und sich mit anderen messen. Stichwort: Gamification! Cool wäre es, wenn man tatsächlich eine Vergleichbarkeit herstellen kann mit anderen Fahrern, z.B. über das Internet. Ähnlich wie beim Geocaching könnte man Punkte vergeben und sich in Foren austauschen. Dazu bräuchte man einigermaßen vergleichbare Strecken auf denen man sich dann messen kann. Das kann auch zeitversetzt erfolgen und man stellt die Infos im Netz ein (Nike+ Effekt). Dabei kann man schummeln? Klar kann man das, das kann man eigentlich immer. Das ist wie beim Geocaching auch da kann ich falsches vorgaukeln, aber kaum jemand macht das. Die Szene lebt und gedeiht. Beispiele wie RecycleBank belegen, dass sich Gamification-Prinzipien auch zur Belohnung umweltfreundlichen Verhaltens eignen. Das sollte auch bei einer “Eco Driving Challenge” möglich sein. Nicht zu kompliziert das Ganze, einfach unterscheiden in Benziner und Diesel und dann loslegen.

Fords Eco Mode 400x266 2,9 Liter auf 100 Kilometer   Gamification motiviert zum Spritsparen

Autohersteller nutzen bereits spielerische Anreize – die Einbindung der Ergebnisse in einen Wettbewerb fehlen aber noch

Mit dem EcoMode führt Ford in immer mehr Modellen eine neue Funktion ein, die auf geradezu spielerische Weise einen zusätzlichen Anreiz für die umweltgerechte Fahrweise schafft. Wer vor allem früh in den nächsten Gang hochschaltet und möglichst gleichmäßig fährt, wird vom Ford EcoMode auf symbolische Weise über eine eigene Anzeige im zentralen Display der Instrumententafel belohnt. Drei jeweils fünfblättrige Blumen stehen dabei für das optimale Schaltverhalten, eine ausgeglichene Fahrweise und die angemessene Wahl der Geschwindigkeit. Je besser die Bewertung, die der Fahrer vom EcoMode-System in jeder dieser drei Disziplinen erhält, desto mehr Blütenblätter erscheinen im Display. Wer eine Effizienz-Quote von 75 Prozent erzielt, wird mit einem „ECO Driver“-Signet ausgezeichnet. Das Höchstergebnis „ECO Champion“ erreicht, wer sich bis auf 95 Prozent dem Optimum annähert.

Markenpokal im Spritsparen

Ein ähnliches System verwendet Honda, auch hier belohnt das System umweltgerechtes Fahren durch digitale Blumen im Cockpit. Das Cockpit verändert die Farbe je nach Fahrstil: von Grün für umweltfreundlich zu Blau bei zuviel Bleifuß. Leider gibt es bei beiden Systemen keine Möglichkeit sich mit anderen zu vergleichen. Das wäre doch eine Innovation: Der Ford-Markenpokal im Spritsparen, ausgetragen von allen Fordfahrern auf der Welt, jeden Tag – live im Internet.

5 Kommentare

  1. Pingback: Deutscher Auto Blogger Digest vom 17.01.2012 | "Auto .. geil"

  2. Den Ansatz der Gamification halte ich für sehr interessant, wobei man aufpassen muss, dass man auch die richtige Verhaltensweise belohnt. Und hier sehe ich die Gefahr, dass man junge Leute zum Autofahren motiviert, nur dass sie “belohnt” werden. Als Radfahrer oder Fußgänger (0,0 l Benzin) kann man ja nicht mitspielen.

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