Am Freitag lernte ich noch Spritsparen beim Ford Eco-Driving Training. Gestern ging es per Pedes auf Tour. Der Premiumwanderweg Kobener Burgpfad war hier der richtige Trail. Auf der inoffiziellen Hitliste der Top-20 Premiumwanderwege von Manuel Andrack liegt dieser auf einem soliden 19. Platz. Das Besondere an solchen Premiumwegen ist die Abwechslung in Pfaden und Landschaftsbildern bei perfekter Markierung. Der schnelle Wechsel von Wiesen, Wäldern, einsamen Pfaden und Bachläufen bringt Spaß beim Wandern. Gerade das Wandern in deutschen Mittelgebirgen ist nicht doof und spießig, sondern abwechslungsreich und nachhaltig. Es ist direkt vor der Haustür und es werden nicht Unmengen an Energie aufgewendet, um hinzukommen. Allen Wanderinteressierten in NRW sei der Wanderführer “Wunderbar Wanderbar” ans Herz gelegt: Die schönsten Wanderwege, die besonders bequem mit Bus & Bahn erreicht werden können inkl. detaillierten Anfahrplänen und Bewertungen von Manuel.

Die Wanderung nutzte ich, um meine Outdoor-Ausrüstung zu testen. Die Kombination: An den Füßen Falke TK2 Trekking-Socken und Lowa Tibet GTX sowie als Wanderhose die Fjällräven Barents Hose aus G-1000 Material. Oben herum vertraue ich auf das bewährte Zwiebelprinzip mit Odlo Evolution Warm als funktionelle erste Schicht, darüber das Mammut Aconcagua Hoody mit Polartec Power Strech Pro und den Abschluss bildet die Softshell Stranda von Bergans.
Ziel der Tour ist das Belüftungssystem und die Atmungsaktivität der Outdoor-Klamotten zu testen. Die 17 km bei zügigem Schritt versprechen viel Schweiß an Anstiegen und Bedarf nach Isolation auf windigen Feldern und Wiesen.
Gore-Tex am Fuß hat sich bewährt
Die Falke Socken sind mit den Tibet-GTX sind schon seit Jahren eine bewährte Kombination. Warum? Die Trekkingsocken halten die Füße jederzeit angenehm warm und transportieren die Feuchtigkeit schnell vom Fuß weg. Die Trekkingschuhe schützen mit der Gore-Tex Membran zuverlässig vor dem Eindringen von Wasser in den Schuh. Das hat sich bei der gestrigen “Schlammschlacht” mal wieder bewährt. Außerdem ist die Pflege danach kinderleicht: Einfach Dreck abbürsten und fertig.

Fazit: Bei den Schuhen geht für mich nichts über Gore-Tex. Für das einfache Wandern in den Mittelgebirgen sind die Lowas aber eindeutig zu schwer. Nach 15 km und mehr spürt man die 1.500 Gramm deutlich. Außerdem ist der Grip der Sohle nicht überragend, da frage ich mich doch warum ich soviel Gewicht mit mir herumtrage. Ich würde gerne Trailrunning-, Speedhiking- oder Leichtwander-Schuhe ausprobieren. Anforderungen: Profilierte Sohlen für Grip auch bei Regen und Schlamm, gestützter Schuh und natürlich Gore-Tex. Tipps von den Lesern dazu gerne in den Kommentaren!
Softshell ohne Membran für sportliches Wandern die bessere Wahl
Bei der Softshell habe ich mich von einer Jacke ohne Membran überzeugen lassen. Bisher habe ich bei sportlichen Wanderungen sehr stark geschwitzt und die Hitze konnte kaum richtig entweichen. Ich trug bei kühlen Temperaturen und Regen immer eine Hardshell mit wasserdichter Membran (z.B. Gore-Tex). Bei dieser Wanderung war eine membran-lose Softshell zum ersten Mal im Einsatz. Ergebnis: Solange man in Bewegung ist, die bessere Wahl. Meine Sorgen hinsichtlich Winddichtigkeit und Wetterschutz waren unbegründet. Für den Fall von langem und starken Regen sollte man noch eine leichte Regenjacke im Gepäck haben.
Vor allem die neue Qualität der Atmungsfähigkeit überzeugt mich: Das Jackenklima bleibt bei Anstiegen lange angenehm. Wenn dies nicht mehr ausreicht bringt die Bergans im Speziellen viele Möglichkeiten mit durch Zipper und Lüftungsreißverschlüsse unter den Armen variabel für Frischluft zu sorgen. Auf den Plateaus mit starken Wind und Temperaturen von Null Grad schützte die Softshell auch vor dem Auskühlen. Schwachpunkt: Beim längeren Rasten kroch die Kälte gefühlt durch die Jacke hindurch. Hier schützt eine Hardshell offenbar besser.
Fazit: Ich werde noch zum Softshell-Fan! Nicht umsonst gilt die Softshell als Allzweckgerät für den Outdoor-Aktiven. Bei einer (sportlichen) Softshell muss es dabei für mich nicht Gore-Tex, Windstopper und Co sein.
Zweiter Teil: Wanderhose, Mammut Hoody und die Nachhaltigkeit des getesteten Outdoor-Equipments im Test
Im zweiten Teil wird die Wanderhose aus G-1000 Material und das Mammut Hoody unter die Lupe genommen. Außerdem werfen wir einen Blick auf die Umweltverträglichkeit der verwendeteten Materialien und die Unternehmensphilosophien der Hersteller. Alle diese Outdoor-Klamotten begleiten mich in den nächsten Wochen und Monaten bei weiteren Touren. Somit kann ich sie einer Art Langzeittest unterziehen und berichte hier im Blog. Diese Living Reviews über Monate und Jahre hinweg subjektiv aus einer Anwenderperspektive sind ein Mehrwert, den vielleicht nur Blogs bieten können – gegenüber vermeintlich “professionellen Outdoor-Equipmenttests” etablierter Print-Magazine.