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Heute, 18.12. fahren zwei Manager-Magazin Redakteure mit einem Tesla Model S von München nach Amsterdam und testen die neue Tesla-Schnellladeinfrastruktur. Spannend: die beiden brichten heute in einer Art Live-Blog über ihre Erfahrungen. Hier mitlesen: TESLA LIVE-TEST

Ein paar Hintergründe:

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Die automobile Wertschöpfungskette verlagert sich nach China

Europa bleibt zwar wesentlicher Standort für F&E in der Automobilindustrie, aber China steigt zum größten Produktionsland auf. Hinzu kommen die Herausforderungen durch neue Geschäftsfelder wie Elektromobilität und Fahrzeugvernetzung. Um in dem dynamischen und komplexen Marktumfeld von morgen zu den Gewinnern zu gehören, gilt es, Wachstumssegmente und -märkte rechtzeitig zu erkennen, die eigene Wertschöpfungsstrategie zu überdenken und sich im Wettbewerb zukunftsorientiert aufzustellen. Dies sind Ergebnisse der aktuellen Studie „FAST 2025 – Future Automotive Industry Structure“ von Oliver Wyman und dem Verband der Automobilindustrie (VDA). Ein Management-Summary findet sich hier.

Die Automobilindustrie ist bisher nicht nur durch die Forschung / Entwicklung sondern auch aufgrund der heimischen Produktion wesentliche Säule der Beschäftigung und Wirtschaftsleistung (z.B. stellt Automotive 14 Prozent der Gesamtwertschöpfung in Europa im Jahr 2012). Vor diesem Hintergrund ist die Verlagerung der Produktionsleistung nach China besonders relevant: Liefen 2005 noch 5,2 Millionen Fahrzeuge vom Band, so waren es 2011 bereits mehr als 17 Millionen – und mittlerweile ist China mit einem Viertel der globalen Fahrzeugfertigung der größte Produktionsstandort der Welt.

Bis 2025 wird der Wandel der Automobilindustrie noch massiver werden. Der Studie zufolge werden sechs Trends zu fundamentalen Veränderungen führen. Gerade die Themen Elektromobilität und Leichtbau stehen im Fokus und werden drastische Wertverschiebungen nach sich ziehen. Der Kostendruck hält an. Kunden wünschen immer höherwertigere Fahrzeuge, Gesetzgeber fordern immer effizientere Fahrzeuge. Höhere Fahrzeugpreise aber lassen sich angesichts des starken Wettbewerbs kaum oder überhaupt nicht durchsetzen.

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Daimler konsolidiert car2go und andere innovative Mobilitätsdienstleistungen in eigener Gesellschaft

Die neue Mobilitätsangebote von Daimler werden in der Daimler Mobility Services GmbH gebündelt. Bisher wurden diese neuen Geschäftsmodelle von der Abteilung “Business Innovation” innerhalb der Daimler AG entwickelt und erprobt.

Daimler Financial Services ist innerhalb des Daimler-Konzerns für Mobilitätsdienstleistungen verantwortlich. Bereits 2011 übernahm das Unternehmen die Zuständigkeit für das von der konzerneigenen Innovationsschmiede ‘Business Innovation‘ entwickelte Mobilitätskonzept car2go. Mit der Smartphone-App moovel wird die Daimler-Finanzsparte nun einen weiteren Mobilitätsdienst im größeren Maßstab anbieten. car2go und moovel sowie weitere Dienstleistungen wurden mit Jahresbeginn in der DFS‑Tochtergesellschaft Daimler Mobility Services GmbH zusammengefasst, um die Angebote optimal aufeinander abzustimmen. „Indem wir Dienste wie car2go und moovel in einer Gesellschaft bündeln, können wir dem Kunden attraktive und vernetzte Mobilitätsdienste aus einer Hand anbieten“, erklärte Robert Henrich, bisher verantwortlich für car2go und nun Geschäftsführer der Daimler Mobility Services GmbH.

Positiv formuliert will Daimler Financial Services das Geschäft mit Mobilitätsdiensten kräftig ausbauen und schafft dafür mit der Neugründung des Tochterunternehmens Daimler Mobility Services GmbH mit Sitz in Stuttgart die organisatorischen Voraussetzungen. Negativ formuliert: Die jungen Wilden rund um neue Geschäftsmodelle sitzen nun noch weiter weg von den Entscheidern im Konzern.

Veröffentlicht von: Wolfram | Unterhaltung: Kommentare deaktiviert | Kategorie: Business

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Park2gether – Parkplatzsharing jetzt auch von Daimler

Jüngster Sproß der Business Innovation Familie bei Daimler ist “Park2gether“, das als Vermittlungsportal Anbieter von Parkplätzen und Parkplatzsuchende zusammenbringt. Pilotversuche laufen seit dem 8. Oktober in Berlin und Hamburg an.

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Parken gerade in Großstädten ist ein Ärgernis. Zumindest noch. Park2gether will das mit den Nutzern ändern. Indem Parkplatzsucher und Besitzer von freien Parklätzen zusammengebracht werden: Einer findet, einer teilt, beide gewinnen. Die Preise kann jeder selbst bestimmen, 25% behält die Plattform für die Vermittlung ein. Neben Privatleuten können insbesondere auch Firmen von dem Angebot profitieren: Gerade ihre Parkplätze stehen abend oder am Wochenende eher leer.

Leider gibt es die App zur Suche und dem Abschluss des Parktplatzmietens nur für iOS. Die Android-App befinde sich in der Entwicklung – lassen da die Konzernmühlen grüßen?

Daimler ist nicht der erste in diesem Markt, es tummeln sich bereits agile Konkurrenten wie Parku oder Parkinglist. Auch das Startup-Blog Gründerszene widmete dem Geschäftsmodell Parkplatzsharing eine Übersicht.

Veröffentlicht von: Wolfram | Unterhaltung: Kommentare deaktiviert | Kategorie: Allgemein

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Mit dem Pedelec zur Arbeit – E-Schnellstraße in Amsterdam geplant

Das Auto ist immer noch das Verkehrsmittel Nummer 1 für den Berufspendler in Deutschland. Die folgende Statistik zeigt die für den Weg zur Arbeit genutzten Verkehrsmittel von Pendlern in Deutschland im Jahr 2008. Rund 60 Prozent der Pendler nutzten 2008 das Auto als Verkehrsmittel für den Arbeitsweg.

PendlerVerkehrsmittel Mit dem Pedelec zur Arbeit   E Schnellstraße in Amsterdam geplant

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Amsterdam möchte über den Treiber E-Bikes und Pedelecs den Shift zu nachhaltigeren Verkehrsmitteln fördern 

Die Niederlande und dort die Metropolregion Amsterdam wollen mit einem Pilotprojekt mehr Anreize für den Umstieg auf umweltfreundlichere Pendlerfahrzeuge setzen. Auf dem 25km Stück vom Vorort Almere nach Amsterdam entsteht bis Ende 2013 ein “Electric Freeway”. Auf diesem Freeway dürfen dann ausschließlich Pedelecs, E-Bikes und E-Scooter ins Zentrum einfahren.

Pedelecs und E-Bikes kompensieren vor allem die Komfort-Nachteile vom klassischen Fahrrad 

In über 70% der Fälle beziehen sich die Gründe für ein “Nein” zum Pendlerfahrzeug Fahrrad auf die fehlende Bequemlichkeit und Komfort. Diese lassen sich durch E-Mobilität besser kompensieren. 

gruende gegen die nutzung von fahrraedern als verkehrsmittel Mit dem Pedelec zur Arbeit   E Schnellstraße in Amsterdam geplant

 

Fahrrad und Pedelecs erscheinen allerdings auch objektiv als ideale Pendlerfahrzeuge – entlang den Bewertungsdimensionen Umwelt, Gesundheit, Zeit, Komfort und Kosten

Zu diesem Ergebnis kommt der so genannte “Schweriner Versuch” – eine Studie durchgeführt von EcoLibro gemeinsam mit TÜV NORD und Bodymonitor im Auftrag der Hochschule Wismar. Die komplette Studie lässt sich hier kostenfrei herunterladen.

8 Testfahrer fuhren zwei Wochen lang werktäglich in den Hauptzeiten des Berufsverkehrs eine 6,5 – 8 km lange Strecke mit den folgenden Verkehrsmitteln:

  • Pkw (Benzin)
  • Pkw (elektrisch)
  • Motorroller (Benzin)
  • Motorroller (elektrisch)
  • Fahrrad
  • Pedelec (Elektrofahrrad)
  • ÖPNV (zu Fuß zur / von der Haltestelle)
  • ÖPNV (mit dem Fahrrad zur Haltestelle)

Die Auswertung erfolgte in drei typischen Perspektiven von Berufspendlern: die Umwelt- und Gesundheitsbewussten, die Zeit- und Komfortbewussten sowie die Kostenorientierten.

Das Ergebnis auf Basis der objektiv gemessenen Parameter war überraschender Weise für alle Pendlerprofile ähnlich: Das Fahrrad und das Pedelec (elektrisch unterstütztes Fahrrad) teilten sich in allen Fällen die ersten Plätze. Meist dicht gefolgt vom elektrischen Motorroller.

   

 

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