Nützt verstärkter Klimaschutz den Unternehmen?

On Dezember 4, 2009 / By Wolfram / In Business / No Comments

Auf dem Weg zu Kopenhagen fragen sich viele Unternehmer und Unternehmen, ob die Beschlüsse in Kopenhagen ihnen eher nützen oder schaden. Ein paar Branchen hoffen auch komplett ungeschoren davon zu kommen. Meiner Meinung nach werden über kurz oder lang alle Branchen mit Vorgaben für den Klimaschutz konfrontiert werden – ebenso wie alle Menschen mit den Auswirkungen des Klimawandels umgehen müssen. Jedes Unternehmen muss selber entscheiden, ob es diese Transformation in einen Gewinn oder einen Verlust ummünzt.

Quelle: istockphoto.com/LUNAMARINA

Quelle: istockphoto.com/LUNAMARINA

Den Aktiven ermöglicht der Klimaschutz mit innovativen Massnahmen das Unternehmen schnell an die neuen Anforderungen auszurichten. Dieser Ansatz kann zu deutlichen Wettbewerbsvorteilen führen und somit die eigene Marktposition stärken. In anderen Branchen hört man bereits “Heulen und Zähneklappern”: Chemie, Logistik, Speditionen und Flugverkehr. Umweltregulatorische Eingriffe verändern hier nicht nur Rahmenbedingungen des Wettbewerbs sondern beinflussen den Kern der Business Models. Gerade die vorgenannten Branchen werden auch zukünftig nicht auf CO2-Emissionen verzichten können. Daher steht hier mit Sicherheit eine umwälzende Effizienzrevolution bevor! Die Notwendigkeit dramatischer Effizienzsteigerungen ermöglicht natürlich gerade “kreativen Zerstörern” in diese Märkte einzutreten bzw. innovativen Technologiestartups sich als “Change Agent” zu etablieren.

Die regulatorischen Anforderungen aufgrund des Klimaschutzes werden somit ein neues Element in der Wettbewerbssituation auf den Weltmärkten sein. Trotz der aufgrund der Finanzkrise zurückgeschraubten Investitionen in Green- und Cleantech, ist der Megatrend des “grünen Wirtschaftswunders” intakt.

Recycling Truck

On November 26, 2009 / By Wolfram / In Produkt / No Comments
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Produziert wird das coole Teil von Green Toys. Green Toys ist Spezialist für grüne, umweltfreundliche Spielzeuge. Green Toys produziert die Spielzeuge überwiegend aus recycleten Plastikmilchkanistern, die in den USA recht beliebt sind. Typisch amerikanischer Rohstoff! ;-)

Quelle: greentoys.com

Quelle: greentoys.com

Thematisch dazu passend unser Artikel über Cradle-to-Cradle

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Kurzfilm des Tages

On November 26, 2009 / By Wolfram / In Video / No Comments
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Für richtig gute Kurzfilme mit Mission ist ecolog aktuell eine richtig gute Quelle! :) Danke dafür!

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Stop talking – start planting

On November 25, 2009 / By Wolfram / In Nachhaltigkeit / No Comments
Quelle: plant-for-the-planet.org

Quelle: plant-for-the-planet.org

Eine Initiative, die Mut macht:

Jeder liebt es über den Klimawandel zu reden. Aber Quatschen hilft nicht. Kinder handeln – und gehen mit gutem Beispiel voran: 1 Million Bäume pflanzen. Kinder aus 56 Nationen unterstützten tatkräftig diese Initative.

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Mehr Infos hier: Plant for the Planet und hier: Twitter

Weck den Eisbär in Dir

On November 25, 2009 / By Wolfram / In Video / No Comments

- und rette die Arktis:

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Via Ecolog – vielen Dank!

Tck Tck Tck

On November 24, 2009 / By Wolfram / In Video / No Comments

Schön animiertes Video (gerade zu Beginn) mit Mission:

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Hallo Unbekannt – oder: Es gibt sie noch die guten Blogs

On November 24, 2009 / By Wolfram / In Netzkultur / 4 Comments

Passend zur aktuellen Diskussion rund um Zukunft und Vergangenheit von Blogs, tut es richtig gut, ein frisches Blogkonzept zu sehen – das auch noch vielversprechend umgesetzt ist. Hallo Unbekannt!

hallounbekannt 400x267 Hallo Unbekannt   oder: Es gibt sie noch die guten Blogs  Marcel veröffentlicht hier freie Gespräche mit ihm unbekannten Personen. Einzige Bedingung für ein Gespräch: die Person muss Marcel durch Dritte empfohlen worden sein. Auch schön, dass hier nicht einfach Interviews runtergespult werden, sondern anscheinend echte, spontane Gespräche geführt werden (so kommt’s jedenfalls rüber). Etwas nervig für mich ist nur das zweispaltige Layout, gut den Ansatz nicht einfach nur einen Podcast des Gesprächs online zu stellen, weil dieses reine Podcastkonzept sich so – meiner Meinung nach – nie wirklich durchsetzen konnte.

hallounbekannt2 393x400 Hallo Unbekannt   oder: Es gibt sie noch die guten Blogs

Allerdings würde mich zusätzlich die Stimme der Gesprächspartner schon interessieren…vielleicht kann man ja einen kleinen Teaser des Gesprächs in Zukunft auch als Audio veröffentlichen. Ich hoffe die Seite füllt sich schnell mit lesenswerten Gesprächspartnern – auf jeden Fall ein Blogprojekt für meine persönliche Watchlist. Was haltet Ihr vom Konzept?

Sind Blogs tot?

On November 24, 2009 / By Wolfram / In Netzkultur / 1 Comment

In diversen deutschen Blogs entwickelt sich aktuell eine lesenswerte und lebhafte Diskussion um diese – etwas zugespitze – These. Für jeden Blogger und Interessierten lohnt sich aber durchaus das Mitlesen und Mitkommentieren (!) in einer der folgenden Diskussionsthreads. Anbei die einzelnen Blogs, die sich damit aktuell beschäftigen und die wesentlichen Thesen kurz zusammengefasst.

  • Basic Thinking Blog: Wo sind all die Trackbacks hin? Interessante Schlussfolgerungen: Nutzer lesen immer noch Blogposts – aber verlinken diese direkt in Twitter, anstatt auf eigenen Blogs. Trend geht klar zum Chat & Kommentieren von anderen Beiträgen, weniger hin zum Erstellen eigener Posts.
  • Robertbasic.de (das Blog auf dem Robert selber schreibt): Der Hype um Blogs ist gelaufen. Schlussfolgerungen: Die Vernetzung ist das herausragende Kulturmerkmal der Blogs. Nur wenige Blogs haben sich zu etablierten Medien entwickelt, z.B. Huffington Post. A-Blogs waren egoistisch und haben nie ihre Klammerfunktion für mehr Zusammenhalt in der deutschen Blogosphäre genutzt. Corporate Blogs = fail. Postingfrequenz zu niedrig. Eigene Zusammenfassung der Kernthesen durch Robert selber.
  • Uarrr.org: Alles geht den Bach hoch. Schlussfolgerungen: RSS-Feadreader wird nicht mehr genutzt. Die kleinen, privaten Blogs lebten von Nichtigkeiten – dies funktioniert heute über Twitter besser. Fashionblogs sind der aktivste und vernetzteste Teil des Internets.
  • Stylespion: Keine frische Generation von Blogs. Schlussfolgerungen: Keine – stattdessen wird dem Leser das Feld überlassen, in den Kommentaren. Deswegen: Lesen! (ich habe hier auch schon kommentiert)

Mixtape mit klasse Musik für Stunden zu Zweit

On November 23, 2009 / By Wolfram / In Netzkultur / No Comments

Auf den Surf-Streifzügen gerade bei Amy & Pink gefunden: ein klasse Mixtape für romantische Stunden zu Zweit. Bitte nur das Headerbild ignorieren – einfach mal wieder typisch Amy & Pink; am besten einfach “blind” nach unten scrollen und die gute Musik genießen. Wer – so wie ich – diese Kombination aus Explizitem und gut Recherchiertem nicht auf Anhieb versteht, sollte einmal das Mission Statement von Amy & Pink lesen; (immerhin) knackige Schreibe!

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Schaukelstuhl unter Strom

On November 23, 2009 / By Wolfram / In Design / No Comments

Der Gewinner des “Green Life” Designwettbewerbs von designboom.com

Quelle: designboom.com

Quelle: designboom.com

Durch die Schaukelbewegung wird die Leselampe mit Strom versorgt. Tagsüber wird die generierte Energie in einem Akku gespeichert, so dass sie abends genutzt werden kann. Wie der Designer Rochus Jacob gut zusammenfasst:

“To have a drastic reduction of consumption the big challenge will be to make consuming less feel like getting more.”

I like to move it

On November 23, 2009 / By Wolfram / In Produkt / No Comments

Ganz nach dem Motto des Hits von Reel2Real funktioniert dieses Running-Outfit: Mit der Bewegung der Füße & des Körpers wird kinetische Energie in Strom umgewandelt – mit diesem Strom lässt sich z.B. ein MP3-Player betreiben. So lange wie sich der Träger dieser Sport-Kombi bewegt, lässt sich also die Lieblingsmusik hören.

Quelle: designboom.com

Quelle: designboom.com

Via Ecouterre

Klimagerechtigkeit als Film

On November 23, 2009 / By Wolfram / In Video / No Comments
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via Germanwatch

Sexy Eco-Fashion

On November 23, 2009 / By Wolfram / In Design / No Comments

Dass Eco-Fashion nichts mehr mit Jutesack-Look zu tun hat, wissen wir schon lange. Aber die Kreationen des dänischen Fashionlabels NOIR zeigen auf besonders eindrucksvolle Weise, wie sexy, provokant und stylish Fashion aus Stoffen mit Biosiegeln sein kann.

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Elle McPherson bringt es auf den Punkt:

“They make sustainable clothing that’s cool, sexy and rock and roll.”

Im Zentrum von NOIR steht der Code of Conduct, der für alle Lieferanten bindend ist. 70% der Lieferanten haben ein Biosiegel und alle müssen sich an die UN-Vorgaben für Arbeitsbedingungen halten. Vom Stil her machen die Dänen das was sie besonders gut können: klare Schnitte und Purismus. Mit Black Noir gibt es jetzt auch eine “bezahlbarer Linie” für junge, ökologisch-bewusste Frauen. Diese Teile lassen sich z.B. bei Unique Nature käuflich erwerben.

Die Fashion-Profis vom LesMads-Blog fanden die letzten Show zwar “schick und tragbar – aber ohnen weltbewegend Neues”. Im lesenswerten WELT-Interview mit dem Labelgründer Peter Ingwersen finden sich einige gute Passagen, z.B. diese entwaffnende Definition des Sinns von Mode:

Letztendlich? Sex. Warum? Weil wir darauf programmiert sind, uns fortzupflanzen. Wir müssen auf den ersten Blick attraktiv sein. Da zählen Augen, Haare und Kleidung. Mode macht uns attraktiv. Sie – und daran ist nichts Verwerfliches – hilft uns dabei, uns fortzupflanzen. Natürlich kommt man irgendwann an einen Punkt, an dem man sich nicht mehr fortpflanzen will. Und dann kann Mode Individualität ausdrücken. Sie dient dann dazu zu zeigen, wer man ist.

Recht interessant auch seine Schlussfolgerungen warum er sich mit eigenem Label selbständig gemacht hat, in dem er hier die Möglichkeit hat, sich mit den übergreifenden großen Strömungen des Modedesigns zu beschäftigen – abseits von flüchtigen Trends, hippen Schnitten und Farben. Diese Betonung auf das Zeitlose findet sich auch in der Mode, macht sie anziehend und langweilt vielleicht solche, die immer auf der Suche nach dem Neuen, dem Trend sind. Ein wunderbarer Kontrast zu dem Momenthaften des normalen Modezirkus.

TckTckTck – Der Countdown läuft ab

On November 19, 2009 / By Wolfram / In Nachhaltigkeit / No Comments

tcktcktck Logo

Für den Kampf gegen die Erderwärmung bleibt nicht mehr viel Zeit. Mit dem Mantra “tcktcktck” haben sich einige Umweltorganisationen zusammengeschlossen, um gemeinsam die ablaufende Zeit bis zum Klimagipfel in Kopenhagen zu zählen.

Gerade Greenpeace lässt sich hier natürlich nicht lumpen und überzeugt mit einigen spektakulären Bildern & Aktionen, z.B. dieses hier:

Quelle: Flickr

Quelle: Flickr

Ich möchte sehr gerne auch auf den bundesweiten Klima-Aktionstag am 5. Dezember hinweisen. Eine schöne Idee mit der Twitterwall… Mehr erfahrt Ihr auf dem GreenAction-Blog. Bitte mitmachen!!

Slogan der Woche

On November 18, 2009 / By Wolfram / In Design / No Comments

Beim Lesen der aktuellen BIORAMA habe ich gerade ein starkes Mantra gelesen, das auch einfach gut zu anderen grünen Ideen passen könnte – daher zitiere ich einfach mal den Teil des Editorials:

Uns geht es um ein Fest, das wir mit jeder Ausgabe feiern, und zu dem wir euch alle laufend einladen. Setzt es fort, und ladet zu eigenen entsprechenden Festen. Lasst es krachen, tanzt den Rock ‘n’ Roll.

Sex, Bikes and Rock ‘n’ Roll – das ist unser Weg, mit Spaß, Schweiß und Glücksmomenten viele grüne und nachhaltige Möglichkeiten auszuhecken, auszudenken, zu erproben und umzusetzen, wie wir Menschen für uns alle und den Planeten Erde nützlich sein können. Jeder in seinem Tempo, jeder in seinem Rythmus, jeder auf seine Art. In jedem Fall mit Stil.

Ich hoffe wir bei EinfachNachhaltig laden durch unsere Beiträge auch zu dem einen oder anderen Fest… .

Öko Snowboards

On November 17, 2009 / By Wolfram / In Produkt / No Comments

Salomon Snowboards hat eine schöne Öko-Kollektion herausgebracht: G.I.F.T. – Green initative For Tomorrow. Hier finden sich einige grüne(ere) Artikel – für Frauen und für Männer.

Öko Snowboards (Quelle: Salomon Snowboards)

Die Öko-Snowboards werden aus Bambusholz gefertigt. Auch soll der Bambus als Rohstoff das Fahrverhalten verbessern und weniger Kraftaufwand nötig machen. Neben den Boards präsentiert Salomon auch Boots aus umweltfreundlichen und recycelten Materialien. Bei der Herstellung der Boots wird sogar grüner Tee verwendet, was der Geruchsbildung vorbeugen soll – aha!

öko boots (Quelle: Salomon Snowboards)

Bei allen Modellen spricht der Hersteller von einer deutlichen Reduktion umweltschädlicher Materialien – das lässt darauf schließen, dass es immer noch einige nicht ganz so dolle Materialien in den Produkten geben wird (wenngleich ich zugeben muss, dass ich keine Ahnung von der Snowboard-Produktion habe ;-) … aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.

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Bio Messe München

On November 17, 2009 / By Wolfram / In Termin / No Comments

Wie ich gerade gesehen habe, schickt sich eine neue Messe an den Informationsbedarf rund um Bio & LOHAS zu stillen. Die Bio Messe München präsentiert vom 17. bis 20. Juni 2010 unter dem Motto “erleben + erfahren+ genießen” die gesamte Wertschöpfungskette von ökologischen Nahrungsmitteln und Naturkosmetik. Die Messe soll sich bewusst an den Endverbraucher richten und diesem erlebbare Informationen rund um biologische Lebensmittel, Naturkosmetik und ökologischen Landbau bieten. Dadurch ergibt sich ein guter Kontrast zur BioFach, die ja eine ausschließliche Fachmesse ist.

Bio Messe

Eventuell ermöglicht einem eine solche Messe den Weg eines Bio-Produkts von der Weide bis ins Verkaufsregal nachzuvollziehen. Es bleibt zu hoffen, dass bei der Auswahl der Aussteller auch auf wirkliche Qualität gesetzt wird!

Schade nur, dass die Website selber für den Endverbraucher (noch) gar keine Information bietet. Daher muss der Verbraucher erst einmal mit den Ausstellerinformationen vorlieb nehmen; diese bieten aber einen guten Einblick in das Konzept hinter der Messe!

Via Sebastian Backhaus @ Twitter Danke! Wie ich gerade gesehen habe, hat der Farmblogger auch einen Artikel zur Bio Messe veröffentlicht.

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#unibrennt Livestream einbetten

On Oktober 31, 2009 / By Wolfram / In Netzkultur / No Comments

Ähnlich wie bei Youtube lässt sich der #unibrennt Livestream von USTREAM auf einer eigenen Website oder Blog einbetten. Vielleicht wäre es eine schöne Sache aus Solidarität mit den Studenten auf möglichst vielen Blogs den Livestream einzubetten?

Video chat rooms at Ustream

Hier auf “Einfach Nachhaltig” findet sich auf jeden Fall bis auf weiteres der Livestream von #unibrennt.Viel Spaß beim Live-Dabeisein!

Die #unibrennt oder Social Media funktioniert

On Oktober 30, 2009 / By Wolfram / In Netzkultur / 1 Comment

Unibrennt UnsereUni

#unibrennt: Kollektive Organisation mit Echtzeit-Medien setzt eine Protestwelle frei. Mehrere hundert Studenten besetzen das Audimax  der Universität Wien. Die Besetzerwelle schwappt weiter – in die Hörsäle anderer Unis in Österreich – gefüttert durch die rasende Verbreitung des Protests und der Akteure via Twitter, Livestream und Blogs. #unibrennt ist ein Paradebeispiel für die Wirksamkeit des Organisierens über soziale Medien. Jana schreibt richtig:

“[...] der Schwarm organisiert sich aus Individuen, die dank Informationstechnologie auch im Rudel adressierbar bleiben.”

#unibrennt

Niemand hat mit diesem Ausmaß der Proteste im Vorfeld gerechnet. Die Vehemenz der Aktionen wurde noch eine Woche zurvor zuvor völlig falsch eingeschätzt. #unibrennt demonstriert im wahrsten Sinn des Wortes die Kraft der Selbst-Organisation in Echtzeit – die durch soziale Technologie wie Twitter, Flickr, Video everywhere und Blogs erst möglich wird. Diese sozialen Technologien sind der Schmierstoff für die rasende Verbreitung des Protests einzelner Individuen. Das Live-Kommunizieren der eigenen Aktionen, das Live-Beobachten durch andere Studierende mit ähnlichen Problemen führte zu einem Anschwellen der Masse der Audimax-Besetzer. Das wiederum führte zu mehr Videos, Tweets & Co und so entwickelte sich ein positiver Feedbackkreis. Vielleicht ein Lehrstück für gut genutzes und intuitiv gut gemachtes Social Media im politischen Kontext: Individuen teilen ihre Meinungen in Echtzeit, erkennen Gemeinsamkeiten in Echtzeit und schließen sich in Echtzeit zu Protestbewegungen zusammen.

“Das Wiki ist praktisch für die Organisation”, so die 20-jährige Soziologiestudentin Daniela, die sich am Montag aktiv den Protesten anschloss. “Am Wochenende habe ich die Proteste auf Twitter und über den Livestream mitverfolgt.” (Quelle: ORF.at)

Dieser Mechanismus hat auch schon zum Erfolg der Zensurula Kampagne und der Piratenpartei beigetragen.

Politisch interessant an dem Phänomen #unibrennt ist, dass die Bewegung nicht von den klassischen politischen Splittergruppen auf einem Uni-Campus ausging, sondern es sind “tatsächlich viele ‘Normalos’, denen die Zustände an der Uni nicht gefallen” (Quelle: Markus Zachhuber). Auch die politischen Forderungen sind während der Aktion im Entstehen und sich Verändern. Die Protestbewegung hat von Anfang an selber aktiv ins Web hinein von sich und seinen Aktionen berichtet. Für die Etablierten in der “großen Politik” fehlt ein Ansprechpartner und damit auch die Möglichkeit Druck auszuüben. Wie Philipp richtig bloggt, kann die Bewegung – wenn sie netzwerkartig (!) weiter wächst – sogar auf die Bevölkerung übergreifen.

Jump-In: Unibrennt-Website mit Aggregation von Berichten, Livestreams, Videos und Tweets. Schon mehr als 20.000 Fans (!) hat die Unibrennt-Facebookgruppe. Etliche Bildimpressionen finden sich bei flickr. Relevante Hashtags auf Twitter: #unibrennt und #unsereuni

Erst durch das Konstruieren lernt man die Dinge verstehen

On Oktober 27, 2009 / By Wolfram / In Netzkultur / 4 Comments

Dies ist ein Plädoyer fürs Abstrakte, Komplizierte und Leblose. Kurz: Es ist ein Plädoyer für die Technik. Wenn wir die Dinge eigenhändig konstruieren, lernen wir die Dingwelt um unser herum verstehen.

Die Dinge

  • in die Hand nehmen,
  • auseinander bauen,
  • den Aufbau verstehen und
  • alles neu erfinden,
  • umbauen und
  • mit Intelligenz anreichern.

bausteln 400x84 Erst durch das Konstruieren lernt man die Dinge verstehen

Bausteln.de macht Technik konstruierbar. Der Leser benötigt keine Ingenieur-Ausbildung. Spaß an Lego oder Origami reicht aus. Philip und Christian helfen mit Praxisbeispielen und Anleitungen beim Zusammenbauen des ersten eigenen “Dings”.

Meine Blume twittert

Einfach klasse ist das Botanifon, das Deiner Blume zum twittern verhilft. Sonden messen, ob die Pflanze genug Wasser hat und twittern den Wasserstand – verbunden mit eindeutigen Handlungsanweisungen (”Bitte gieße mich!”).  Sehr gut geeignet für alle, die schon so im Netz aufgegangen sind, dass sie Dinge ohne Internetanschluss chronisch vernachlässigen. Der gesprächigen Blume kann man hier auf Twitter folgen:

Twitter-Blume

Den Bausatz für Botanifon soll man im Bausteln-Shop demnächst kaufen können.

Baustel Dir Deine eigenen Maschinen!

Die Bausteln-Crew erklärt allen Berlinern an jedem ersten Montag den Einsteig in die Welt des “Do it yourself”. Die Termine und Inhalte finden sich hier. Neben den Anleitungen ist das Bausteln-Blog einen Blick wert. Über das Blog gelingt auch recht schnell der Einstieg in das Ökosystem an Events und Blogs rund um “Hardware-Hacking”. Neben Bausteln sind die Seiten von hardhack, SIGINT#09 und festival of thinking, making, doing empfehlenswert. Verleger Tim O’Reilly berichtet in seinem Blog auch sehr viel über die amerikanische Maker-Szene. O’Reilly hat mit dem Hype rund um das Wort Web 2.0 bewiesen, dass er einen guten Riecher für Trends hat. Ich denke, dass diese Hardware-Hacker-Szene die Pioniere einer mächtigen Bewegung der Selbstmacher sein werden. Clever, dass sich O’Reilly mit seinem Blog und einigen Zeitschriftentiteln (Make und Craft) hier schon mal gut positioniert.

Update: Hörenswertes Interview mit Bausteln auf Deutschlandradio.