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ADAC und Post steigen in den lukrativen Fernbus-Markt ein

Nachdem das Monopol der Bahn im Fernreiseverkehr gefallen ist, boomt der Markt für Fernbusreisen in Deutschland. Bisher wurde die öffentliche Wahrnehmung von ambitionierten Jungunternehmern wie “DeinBus.de” geprägt. Jetzt drängen auch etablierte Unternehmen in den Markt. ADAC und die Post wollen die Postbusse reaktivieren und deutschlandweit Fahrten anbieten. Der ADAC Postbus startet ab 1. November 2013 auf fünf Strecken, in 2014 werden dann etwa 30 der größten Städte Deutschlands mit rund 60 Bussen verbunden sein.

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Quelle: ADAC

Mit der Marke ADAC verbinden viele Menschen in Deutschland insbesondere Sicherheit und eher Komfort. Daher wird es spannend zu sehen, ob durch diesen Anbieter das Angebot an Fernbusreisen sich stärker differenziert. Bisher versuchen alle Anbieter eher die Bahn durch niedrige Preise zu attackieren.

 

Wenn ADAC / Post erfolgreich sein wollen, werden sie hier mittelfristig andere Preise und hoffentlich auch andere Service-/Erlebnisfeatures bieten, ein Blick in die USA kann hier lohnen.

Travel-Profis, z.B. vom Travel Industry Club, sind bereits klar der Meinung, dass der Fernbus-Markt auch zukünftig von Start-Ups wie DeinBus.de oder MeinFernbus.de dominiert werden wird:

Fernbus markt Startups ADAC und Post steigen in den lukrativen Fernbus Markt ein

 

Die obige Statistik zeigt die Ergebnisse einer Umfrage unter Entscheidern in der deutsche Reiseindustrie zur Marktentwicklung von Fernbussen in Deutschland im Jahr 2013. Gefragt wurde, ob der Markt nun neuen Start-Ups wie “Mein Fernbus.de” oder “DeinBus.de” gehören wird. Insgesamt 51 Prozent der Befragten glauben, dass die Aussage eher zutrifft.

Fernbus markt ADAC ADAC und Post steigen in den lukrativen Fernbus Markt ein
Befragt nach den Chancen des ADAC-Postbusses den Markt zu beherrschen, glauben insgesamt 47 Prozent der Befragten eher nicht, dass dies zutrifft.

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Marktanteile der traditionellen Carsharing-Anbieter in Deutschland in 2012

Passend zu unserer Analyse der traditionellen Carsharing-Anbieter aus einer Geschäftsmodellperspektive, die Marktanteile in Deutschland in 2012 im Überblick (basierend auf den Kunden- und Teilnehmerzahlen).

219091 marktanteile der carsharing anbieter nach teilnehmern Marktanteile der traditionellen Carsharing Anbieter in Deutschland in 2012Quelle: Statista.com / Carsharing.de / 2012 

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Neue Geschäftsmodelle erweitern den Wettbewerb im Automotive- und Mobility-Markt

Die Wettbewerbsarena für Autohersteller und Mietwagenfirmen verändert sich aktuell radikal durch eine Art „Business Model Explosion“. Die etablierten Geschäftsmodelle werden dabei entlang der Porter-Wettbewerbsstrategien sowohl über Budget-Angebote auf der Preisebene als auch bei differenzierenden Serviceangeboten angegriffen.

Carsharing erhöht Druck auf etablierte Geschäftsmodelle  

Beispiele dafür sind die auf diesem Blog schon häufig diskutierten Konzepte wie Carsharing in seinen verschiedenen Spielarten (klassisch vs. Car on Demand vs. P2P) sowie Taxi 2.0 Die meisten Innovationen kommen aktuell vor allem aus den neuen Formen des Carsharings und Taxi 2.0. Interessant zu beobachten ist dabei, dass die Innovationstreiber eben nicht nur Start-Ups sind, sondern gerade auch die etablierten Marken wie Daimler oder BMW im Car on Demand-Markt.

Klassisches Carsharing aus einer Geschäftsmodellperspektive weniger attraktiv

Aufgrund der besonderen Bedeutung der Carsharing-Services lohnt sich eine Analyse, was Car on Demand von traditionellem Carsharing auf einer Geschäftsmodell-Perspektive unterscheidet. Klassische Anbieter wie z.B. Stadtmobil oder Cambio haben einen klar nachhaltigen Anspruch und versuchen sich auch darüber in der Wahrnehmung der Kunden zu differenzieren. Sie versuchen den Besitz eines Autos möglichst vollständig zu ersetzen und werben als Alleinstellungsmerkmal diese Substitution ökologisch wie ökonomisch – zumindest für bestimmte Zielgruppen – umsetzbar zu machen. Der Markt für traditionelles Carsharing ist dabei stark fragmentiert und durch eine Vielzahl, meist regional geprägter Unternehmen geprägt. In jüngster Vergangenheit versuchen die Anbieter sich zu Kooperationen zusammenzuschließen. Auch die Bahn versucht mit ihrem Flinkster-Angebot den Markt zu konsolidieren, z.B. durch die stärkere Verzahnung der BahnCard mit dem Carsharing-Service über die BahnCard 25 MobilPlus.

Car on Demand treibt den Markt – auch und gerade durch das Engagement etablierter Marken

Ganz anders positionieren sich die „Car on Demand“-Anbieter: Diese stellen die komfortable und flexibel Spontan-/On-Demand-Anmietung eines zumeist eher Lifestyle-orientierten Fahrzeugs unabhängig von konkreten Ausleih- und Rückgabestationen als USP in den Vordergrund. Um die Jahrtausendwende etablierte Zipcar dieses Geschäftsmodell in den USA, car2go brachte das Modell dann in ausgewählten Teststädten erfolgreich nach Europa. Zwischenzeitlich sprangen andere Hersteller wie BMW und Volkswagen auf den Trend auf. Aktuell ist es wiederum Car2Go der als Frontrunner versucht das Modell global zu skalieren. Dieser Schritt bleibt spannend zu beobachten, da nicht unerhebliche Investments in Fahrzeugflotten und deren Management nötig sind.

In einem der nächsten Artikel analysieren wie die P2P-Anbieter und Taxi 2.0-Anbieter wie myDriver tiefer aus einer Geschäftsmodell-Perspektive.

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Sixt startet mit myDriver neues Mobilitätskonzept und greift Taxis an

Sixt bringt ein neues, innovatives Produkt auf den Markt. Mit myDriver bietet Sixt einen persönlichen Fahrdienst mit professionell ausgebildeten Fahrern. myDriver ist ein komfortabler Fahrservice mit Premiumfahrzeugen – und richtet sich somit eher an eine anspruchsvolle Zielgruppe, die von Fahrzeugen und Service klassischer Taxis eher enttäuscht sind. myDriver arbeitet an allen Standorten mit äußerst verlässlichen lokalen Partnern auf Basis langfristiger Kooperationen zusammen.

mydriver Sixt startet mit myDriver neues Mobilitätskonzept und greift Taxis an

Nach einer intensiven Testphase ist myDriver jetzt in Berlin, München, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart und Dresden verfügbar. Bereits in den kommenden Wochen wird myDriver weitere deutsche Städte erschließen und auch an verschiedenen Standorten im europäischen Ausland verfügbar sein (z.B. Zürich, Wien, Amsterdam, Paris). Die Buchung von myDriver-Fahrten erfolgt wahrscheinlich mit am häufigsten über die Smartphone App. Auch die Bezahlung wird über die myDriver-App abgewickelt.

myDriver wird von der MD Digital Mobility GmbH & Co. KG, einem Tochterunternehmen der Sixt-Gruppe, betrieben. Eine Minderheitsbeteiligung liegt bei der CRES Columbus Internet Group GmbH in Berlin, einem Company Builder für Online- und Mobile-Geschäftsmodelle, deren Geschäftsführer Philipp Magin und Dr. Daniel P. Glasner bis Mitte 2012 das Europageschäft von Groupon geleitet haben.

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Die BahnCard wird zur Mobilitätskarte

Schon zum 20. Geburtstag der BahnCard ließ Berthold Huber von der Deutschen Bahn eine neue Strategie bezüglich der benutzerfreundlichen Kopplung unterschiedlicher Verkehrsmittel (Intermodalität) erkennen:

“Die Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsträger wird immer wichtiger. Im Hinblick darauf wollen wir die BahnCard zur umfassenden Mobilitätskarte weiter ausbauen. So unterstützen wir den Kunden auch in Zukunft bei der ökonomisch und ökologisch sinnvollen Nutzung der verschiedenen Verkehrsmittel.”

Laut Meldungen von Wiwo und Welt plant die Bahn nun als Pilotprojekt in Berlin die “BahnCard 25 Mobil Plus“, die neben den bekannten Rabatten beim Zugfahren auch als Ticket in den BVG-Bahnen und -Bussen gilt sowie Ermäßigungen beim Carsharing und “Call a Bike” bringen soll. Details zur Karte finden sich noch nicht auf der offiziellen Bahnseite.

Ähnliche Mobilitätskarten werden in Hannover mit “Hannovermobil” erprobt und sollen in Wien und Stuttgart eingeführt werden. Weltweiter Benchmark für den Erfolg der Mobilitätskarten ist die “Octopus Card” in Hongkong, die mehr als 95% aller Einwohner nutzen.

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